Self-Hosted Multi-Cloud-Management-Plattform mit KI-Orchestrator. Deine Daten, deine Cloud, deine KI — in deiner Hand. Aus 20+ Jahren Datacenter- und Enterprise-Erfahrung verdichtet zu einer Plattform.
Was CloudManager ist
CloudManager ist eine Self-Hosted Multi-Cloud-Management-Plattform — entstanden aus 20+ Jahren Datacenter- und Enterprise-Infrastruktur. Das Ziel ist klar: deine Daten, deine Cloud, deine KI bleiben in deiner Hand. Keine Vendor-Locks, keine externen Daten-Abflüsse, keine Marketing-Versprechen.
Der Anlass war die Beobachtung, dass moderne Infrastruktur fragmentiert ist — Server bei einem Cloud-Provider, Container bei einem anderen, VPN mit WireGuard, Secrets in Vault, CI/CD bei GitLab, Monitoring mit Grafana. Alles getrennt, jedes Ding mit eigenen Logins und APIs. CloudManager bringt das unter ein Dach.
Stand (August 2026): Version 5.309 · 1.300+ API-Routen-Handler · rund 2.380 Tests · 266 Datenbank-Migrationen · 9 Cloud-Provider · 47 Integrationen.
9 Provider, eine Oberfläche
Hetzner, Proxmox, IONOS, Netcup, Bare-Metal, Exoscale, DigitalOcean, Vultr, OVH — alle über dasselbe Interface. Server provisionieren, migrieren, patchen, unabhängig vom Anbieter. Adapter-Pattern macht jeden Provider austauschbar; Kategorien wie DNS, Firewall, VPN, Monitoring, CI/CD, Git, Secrets, Messaging, Identity folgen demselben Prinzip.
Zero-Trust-Security — aus dem Enterprise gelernt
Wer Datacenter-Infrastruktur verantwortet hat, weiß: Security ist kein Feature, sondern Architektur. CloudManager ist von Anfang an so gebaut:
- RBAC mit drei Rollen über 76+ Endpoints
- OpenBao als Secrets-Backend (KV, Transit, PKI, Audit)
- Device Posture mit Trust-Score (0–100)
- WebAuthn/FIDO2 Passkeys statt Passwörter
- 88 Security-Findings im Pentest behoben
Der Agent — kein Dashboard, sondern Augen und Hände
Jeder verwaltete Host läuft mit dem CloudManager-Agent: ein natives systemd-Binary (kein Docker), das über mTLS mit der Plattform kommuniziert.
- 93 Endpoints für Container-Management, Self-Healing, VPN, Storage
- Auto-Update ohne Downtime
- File Integrity Monitoring, SSH-Audit, Cert-Monitor
- Phone-Home — neue Server melden sich automatisch an
CloudManager ist damit kein Wrapper über Cloud-APIs, sondern hat Sensorik und Aktorik direkt auf jeder Maschine.
Remote Access — PAM ohne sechsstellige Lizenzkosten
Privileged Access ohne separaten VPN-Client: das RA-Gateway startet einen ephemeren Container über das WireGuard-Mesh, im Browser zugänglich. Mit Geräte-MFA (FIDO2 Liveness-Checks), Session-Recording, kurzlebigen SSH-Zertifikaten (30 min TTL) und Auto-Cleanup. Sechs Session-Typen abgedeckt: SSH, VNC, RDP, Browser, NX, RustDesk.
DevForge — der KI-Orchestrator
DevForge bringt KI-Provider unter ein gemeinsames Sicherheits-Dach. Eine Aufgabe wird beschrieben, der Orchestrator zerlegt sie in Sub-Tasks, wählt den passenden Provider und führt alles durch eine siebenstufige Sicherheitspipeline:
Injection-Check → Policy-Engine → Budget-Guard → Provider-Call → Output-Filter → Post-Policy → NIS2-Audit
Der Clou: Ollama läuft auf eigenem Bare-Metal mit GPU. Kein Drittanbieter sieht Prompts oder Daten. Ein Klick installiert Treiber und Modelle, der Host registriert sich automatisch als KI-Provider.
Die KI kann niemals ihre eigenen Sicherheits-Policies ändern — PostgreSQL-Trigger verhindern das auf Datenbank-Ebene. Policies werden nur von Menschen mit WebAuthn und Vier-Augen-Prinzip aktiviert.
Von Null auf Server — ein USB-Stick
Neuer Server, kein OS? CloudManager generiert ein Auto-Install-ISO mit Cloud-Init und Agent-Bootstrap. USB-Stick einstecken, booten — der Server installiert sich selbst und meldet sich automatisch an. Danach Deployment-Profil wählen (Ollama AI, Worker, K3s, Monitoring), ein Klick, fertig — von blanker Hardware zum laufenden Service in Minuten.
DSGVO & NIS2 — eingebaut
Datenschutz-Dashboard mit Auskunft, Export, Löschung, Retention. AVV-Template, TOMs, Verarbeitungsverzeichnis nach Art. 30 DSGVO. NIS2-konformes Audit-Log mit HMAC-Signatur und Integritätsprüfung. Compliance ist kein Nachgedanke, sondern Architektur-Bestandteil.
Tech-Stack
Backend: TypeScript strict · Express.js · PostgreSQL 16 · pg-boss (crash-safe Job-Queue auf Postgres) · OpenBao · Headscale.
Frontend: React 18 · Vite · Tailwind · TanStack Query · Mobile-First PWA.
Infra: Docker · Traefik · OpenTofu · Cloud-Init · GitLab CI/CD.
Ein Monolith — bewusst, ohne Mikroservice-Theater, mit klaren Verantwortlichkeiten zwischen Backend, Agent und Adaptern.
Deep-Dive: Vulnerability-Management (Artikel 5)
Patches sind wichtig — das wissen MSPs irgendwie. Aber “irgendwie” ist keine Antwort, die NIS2 akzeptiert, und beruhigt auch keinen Kunden bei einer ausgenutzten Schwachstelle. Bei 30, 50 oder 100 Kunden-Hosts manuell zu prüfen, welche Pakete verwundbar sind, skaliert nicht. CloudManager löst das, indem Vulnerability-Scanning kein separates Tool ist, sondern integrierter Bestandteil des Agents — derselbe Agent, der bereits für Zero-Trust, Posture und Job-Execution zuständig ist.
Pipeline: vom CVE bis zum gepatchten Host
Fünf Stages laufen koordiniert:
- Inventur — der Agent kennt zu jedem Zeitpunkt installierte Pakete, Kernel-Version, laufende Services. Vollständiger Software-Stand des Hosts.
- CVE-Matching — die Paketliste wird gegen NVD, OSV und GHSA abgeglichen — die drei wichtigsten CVE-Datenbanken. Ergebnis: eine Liste offener Schwachstellen mit CVSS-Score und Patch-Verfügbarkeit.
- Risk-Score-Update — jede CVE erhöht den Risk-Score des Hosts abhängig vom CVSS. Ein Critical CVE (CVSS 9+) macht +60 Punkte — ein einziger ungepatchter kritischer CVE kann einen Host direkt in Quarantine schicken.
- Aktion — automatisch wird ein Alert generiert, ein Ticket eröffnet und ein Patch-Job in die pg-boss-Queue eingereiht.
- Verifikation — nach dem Patch prüft der Agent, ob die CVE tatsächlich geschlossen ist. Erst dann sinkt der Risk-Score. Jeder Schritt wird im NIS2-konformen, HMAC-signierten Audit-Trail erfasst.
Was der Agent lokal prüft
- Paketmanager:
dpkg, rpm, apk — plattformunabhängig, vollständig. Kein Paket bleibt unbekannt.
- Kernel-Version: Kernel-CVEs sind oft die kritischsten. Der Agent liest die Version direkt aus dem System.
- Laufende Services: ein verwundbarer Service, der gar nicht laufen sollte, ist besonders kritisch. Auch das wird erkannt.
Das Ergebnis geht direkt ans CloudManager-Backend: Risk-Score wird aktualisiert, CVE-Report erstellt, Patch-Empfehlung generiert — ohne manuellen Eingriff.
CVSS → Risk-Score-Mapping
Der Industrie-Standard CVSS bewertet Schwachstellen 0–10. CloudManager übersetzt direkt in den Risk-Score aus dem Zero-Trust-Stack:
- Low (0.1 – 3.9): +5 Punkte. Kein sofortiger Alert. Nächstes Patch-Fenster genügt. SLA: 30 Tage.
- Medium (4.0 – 6.9): +20 Punkte. Alert mit Warnstufe. Patch-Job wird eingeplant. SLA: 14 Tage.
- High (7.0 – 8.9): +40 Punkte. Dringender Alert. Patch-Job sofort eingeplant. Host wird auf erhöhten Status gesetzt. SLA: 72 Stunden.
- Critical (9.0 – 10): +60 Punkte. Kritischer Alert. Sofort-Patch oder Quarantine. SLA: 24 Stunden.
Scores addieren sich. Zwei High-CVEs (+40 je) ergeben +80 Punkte — das reicht für Quarantine. Kein Zufall, sondern Absicht: ein Host mit mehreren offenen Schwachstellen ist ein echtes Risiko, auch wenn jede einzelne CVE für sich genommen “nur” High ist.
Patch-Modi: Auto vs. Approval
Nicht jeder Kunde will vollautomatisches Patching — Produktionssysteme brauchen kontrollierte Wartungsfenster. CloudManager unterstützt beides:
- Auto: Der Agent patcht selbstständig (
apt upgrade, yum update, dnf update) und meldet das Ergebnis sofort zurück. Für unkritische Systeme oder wenn der Kunde es explizit so konfiguriert.
- Approval: Der Admin bekommt eine Benachrichtigung mit allen Details — CVE, CVSS, betroffene Pakete, vorgeschlagener Patch. Er wählt das Zeitfenster und gibt frei. Der Job läuft dann zum geplanten Zeitpunkt.
In beiden Fällen: Verifikation durch den Agent danach, automatischer Audit-Eintrag, Risk-Score-Update.
MSP-Compliance-Dashboard
Vielleicht das stärkste Feature für MSPs: eine Compliance-Übersicht, die alle verwalteten Kunden auf einen Blick zeigt. Welcher Tenant hat offene Critical CVEs, wie viele Hosts sind compliant, welcher Risk-Score steht wo — Farbcodierung nach Schweregrad (grün, amber, rot). Für rot markierte Tenants werden Patch-Jobs automatisch eingeplant und ein “Jetzt patchen”-Button angeboten.
Keine manuelle Zusammenfassung — die Daten kommen direkt vom Agent auf jedem Host, aggregiert in Echtzeit.
NIS2 fordert von betroffenen Unternehmen und deren Dienstleistern systematisches Schwachstellen-Management. Konkret: CVEs müssen erkannt, bewertet, behoben und dokumentiert werden — mit Nachweis. CloudManager liefert genau das: NVD/OSV/GHSA-Abgleich für die Erkennung, CVSS-basierte Bewertung, automatisierte Patch-Jobs für die Behebung, HMAC-signierter Audit-Trail für den Nachweis. Kein separates Vulnerability-Scanner-Tool, keine manuelle Dokumentation — alles integriert in die Plattform, die MSPs ohnehin für die Infrastrukturverwaltung nutzen.
Deep-Dive: Observability (Artikel 6 · 24. April 2026)
Observability ist kein Dashboard, sondern die Fähigkeit, den Zustand eines Systems zu verstehen — nicht nur, dass etwas rot ist, sondern warum, seit wann, auf welchem Host, bei welchem Kunden, mit welcher Auswirkung. Für MSPs mit 10, 30, 100 Kunden-Tenants bedeutet das: Metriken, Logs und Alerts müssen multi-tenant-fähig sein. Kunde A darf nie Logs von Kunde B sehen. Genau das ist der Unterschied zwischen Observability als Tool und Observability als Architektur-Eigenschaft der Plattform.
Prometheus als Integration
Prometheus ist als Adapter eingebunden — austauschbar gegen VictoriaMetrics, Mimir oder DataDog je nach Kundenpräferenz. Standard, läuft. Alle 15 Sekunden werden drei Quellen pro Host gescraped:
- Node-Exporter — die Basis: CPU, RAM, Swap, Disk-I/O, Netzwerk
- cAdvisor — Container-Metriken: wer frisst Ressourcen, was ist abgestürzt, wie lange läuft was
- CloudManager-Agent — eigene Metriken: Heartbeat-Status, offene CVEs, pg-boss-Queue-Länge, Agent-Latenz. Genau die Metriken, die kein Standard-Exporter liefert.
Prometheus-TSDB mit 90 Tagen Retention — lang genug für Trend-Analysen und Incident-Nachforschungen, kurz genug für beherrschbaren Speicher.
Loki — Logs als aktiver Sicherheitssensor
Loki indiziert keine Log-Inhalte, sondern nur Labels. Das macht es im Betrieb erheblich günstiger und für Multi-Tenant-Setups ideal: Promtail hängt automatisch tenant_id, host_id, environment und severity an. Gesammelt werden Nginx- und Traefik-Access-Logs, CloudManager-API-Logs, Agent-Events und Posture-Reports, Keycloak-Auth-Events, systemd-Journal. Jeder Eintrag trägt die Tenant-ID — das sichert die Isolation.
Logs sind keine passive Ablage: ein Auth-Anomalie-Event (drei fehlgeschlagene Logins in 60 Sekunden) löst direkt einen Loki-Alert aus, der im CloudManager-Alertmanager landet.
Warum der Alertmanager Eigenbau ist
Die Frage höre ich am häufigsten: Warum nicht den Prometheus-Alertmanager nehmen? Vier konkrete Gründe:
- Multi-Tenant-Routing als First-Class-Konzept — Prometheus-AM kennt keine Tenants. Routing nach Kunde A vs. B wäre Konfigurationsakrobatik, die bei jedem neuen Kunden manuell erweitert werden müsste. Im Eigenbau ist
tenant_id First-Class: Alerts werden automatisch an den zuständigen Admin gerouted, Benachrichtigungskanäle pro Tenant konfigurierbar.
- Risk-Score-Integration — Prometheus weiß nichts von Trust-Scores. Der Eigenbau ist direkt mit dem Risk-Score-System verdrahtet: jeder Alert kann den Trust-Score eines Hosts sofort anpassen — und damit die Zero-Trust-Schicht triggern.
- NIS2-konformer Audit-Trail — Prometheus-AM schreibt keinen NIS2-tauglichen Audit-Log. Im Eigenbau ist jeder Alert ein PostgreSQL-Record mit vollständigem Lifecycle (created, fired, acknowledged, resolved), HMAC-signiert, unveränderlich.
- Job-Queue-Trigger — kritischer Alert soll nicht nur benachrichtigen, sondern direkt einen Job auslösen (Patch-Job einreihen, Incident öffnen, Host untersuchen). Der Eigenbau erzeugt pg-boss-Jobs direkt.
Zwei konkrete Alert-Flüsse
CPU-Last über 90 % für 5 Minuten. Prometheus erkennt die Schwelle und feuert eine Alert-Rule. Der CloudManager-Alertmanager empfängt, dedupliziert, routet zum zuständigen Tenant-Admin und erhöht den Risk-Score des Hosts sofort um 15 Punkte. Headscale re-evaluiert die ACL-Tags. Ein pg-boss-Job investigate:host wird eingereiht. Der Admin bekommt eine Slack-Nachricht und ein Ticket. Wenn der Alert wieder resolved ist, sinkt der Risk-Score — der Host kehrt zu tag:trusted zurück.
3 × Auth-Failure in 60 Sekunden. Loki erkennt das Muster in den Keycloak-Logs und feuert einen Loki-Alert. Der Alertmanager erhöht den Risk-Score um 40 Punkte — der Host landet direkt in tag:quarantine. Netzwerk isoliert, Zertifikat widerrufen, Incident eröffnet. Vollautomatisch, vollständig auditiert.
Das ist Observability, die automatisch handelt — nicht Observability als Anzeige.
Grafana ist der Ort, wo MSPs und Kunden sehen was passiert — auch hier als Integration, nicht als Kern. Aber die beste Wahl für Unified-Dashboards die Prometheus-Metriken und Loki-Logs in einer Oberfläche vereinen. Out-of-the-Box bringt CloudManager mit:
- Host-Übersicht mit CPU, RAM, Disk, Netzwerk — pro Tenant und aggregiert
- Container-Health über alle Hosts
- Agent-Status und Heartbeat
- CVE-Übersicht und Patch-Status
- Alert-Historie mit Severity-Verteilung
Keine manuelle Dashboard-Konfiguration, die jeder MSP selbst bauen muss — die Dashboards kommen mit der Plattform.
Warum Prometheus + Loki Integrationen bleiben
Observability-Stacks gibt es viele. Prometheus + Loki + Grafana ist eine bewährte Kombination — aber als separater Stack, den jeder MSP selbst betreibt und konfiguriert, ist sie eine Bürde, kein Asset. Bei CloudManager sind Prometheus und Loki austauschbar, modular, vom Kunden wählbar. Der Alertmanager ist fest verbaut, weil er der einzige Punkt ist, an dem Metriken, Logs, Risk-Score, Zero-Trust und Job-Queue zusammenkommen. Ihn als fertiges Tool zu verwenden würde bedeuten, auf genau die tiefe Integration zu verzichten, die CloudManager von einem Monitoring-Dashboard unterscheidet.
Bewerbungs-Bezug
CloudManager ist mein praktischer Lernpfad für genau die Themen, die ich aktuell beruflich konzipiere: Zero-Trust-Architektur, Multi-Cloud, GitOps, Container-Orchestrierung, Vulnerability-Management, KI-Governance. Die Plattform betreibt unter anderem auch diese CV-Site selbst.